Ein malerischer Ort
Unsere wahrnehmbaren (Natur-)Landschaften verändern sich durch menschliche Eingriffe tagtäglich – leise oder abrupt, stets jedoch einschneidend, oft unwiderrufbar.
Doch die Ausstellung „Τοπίο Τόποί – Ein malerischer Ort“ verweigert sich einer didaktisch-dystopischen Geste. Kein mahnender Zeigefinger, kein moralischer Zehn-Punkte-Plan. Stattdessen öffnet sie einen Raum der Betrachtung, in dem sich zwölf zeitgenössische Künstler:innen und fünf Meister des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in einem vielschichtigen Dialog begegnen. Ihre Werke, über zwei Jahrhunderte gespannt, stoßen aufeinander, reiben sich, spiegeln sich – und rufen jene ursprüngliche Neugier wach, die hoffentlich das Betrachten erst zum Erkennen macht.
Wie hat sich das Bild der Landschaft in der Kunst gewandelt?
Worauf richtete sich der Blick einst, worauf richtet er sich heute?
Welchen Rang nehmen diese Τόποί im Gefüge künstlerischen Schaffens ein – damals wie jetzt?
Die Vielfalt der Ausdrucksformen – Malerei, Collagen, Fotografie, Skulptur, in situ installierte Interventionen – entwickelt ein Kaleidoskop ästhetischer Sichtweisen. Sie schärfen unsere Wahrnehmung, verschieben Blickachsen, entwerfen neue Denkpfade: vom romantisch aufgeladenen „malerischen Ort“ des 19. Jahrhunderts bis zu archaisch wirkenden Maschinen, die wie lebenserhaltende Apparaturen einer verwundeten Landschaft erscheinen.
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